Samstag, 20. September 2025
Richener Kampfgeist wird nicht belohnt bei der Premiere
Am Samstagabend war es soweit. Es war alles angerichtet für die Landesliga-Premiere der Richener Handballdamen. Mit der Zweitvertretung der HABO Bottwar SG wartete ein Mitaufsteiger, allerdings aus dem ehemaligen Bezirk Enz-Murr, auf die Sieben von Trainer Tobias Gimber. Wehrmutstropfen war die doch recht spärlich gefüllte Tribüne der Wunnensteinhalle Großbottwar.
Trotz einiger Ausfälle, der prominenteste davon Haupttorschützin Anna Müller, machte man sich auf Richener Seite Hoffnung darauf, mit etwas Zählbarem wieder nach Hause zu fahren. Doch daraus wurde nichts. Mit 23:18 behielt die HABO Bottwar 2 die Oberhand. Dennoch: mit der gezeigten Leistung dürfen die Kraichgauerinnen zufrieden sein.
Richen war mit kleinem Kader ins Bottwartal gereist und hatte einige arrivierte Kräfte und junge Perspektivspielerinnen aus der zweiten Mannschaft dabei. Der Start in die Partie gelang auch ganz gut und die ersten fünf Minuten waren sehr ausgeglichen. Dann jedoch leistete sich der TB im Angriff eine Schwächephase, durch die man mit 9:4 ins Hintertreffen geriet. Der Turnaround wurde zwar nicht geschafft, doch zumindest gelang es auf 8:11 zu verkürzen. Die Seiten gewechselt wurden beim Stande von 13:8 für die Heimmannschaft.
In seiner Halbzeitansprachen schien Trainer Gimber die richtigen Worte gefunden zu haben. Denn mit einem Dreierpack innerhalb von nicht mal vier Minuten verkürzte Richen auf 11:13 und der Anschluss war wieder hergestellt. Probleme bereitete den Gästen in der Folge die großgewachsene Kreisläuferin, die die unmöglichsten Anspiele verwertete und von der Richener Hintermannschaft kaum in den Griff zu bekommen war. So erhöhten die Bottwartälerinnen quasi vorentscheidend auf 22:14. Neun Minuten waren da noch zu spielen. Etwas Spannung, wenn auch nur ein Hauch davon, kam nach dem nun folgenden Richener 4:0 Lauf auf. Starke drei Minuten waren da noch zu spielen und der Rückstand betrug vier Tore – ihn zu drehen prinzipiell machbar, aber schwer. Zu schwer für die TB-lerinnen am Samstagabend. Denn es sollte kein Treffer mehr gelingen. Auch die Heimmannschaft netzte nur noch ein Mal ein und stellte damit den Endstand zum 23:18 her und entschied das Duell der Aufsteigerinnen damit für sich.
Trotz der Niederlage war Trainer Tobias Gimber nicht unzufrieden: „Vor allem kämpferisch können wir aus diesem Spiel einiges mitnehmen. Und wenn unsere Urlauberinnen und Verletzten zurückkehren mache ich mir keine Sorgen, dass wir auch mal die beiden Punkte einfahren“, bilanzierte der Übungsleiter. Die Chance dazu bietet sich allerdings erst in vier Wochen im Auswärtsspiel und Derby bei der SG Heuchelberg. Anpfiff am Samstag, 18. Oktober ist um 19:30 Uhr in der Sporthalle Nordheim.
Für den TB Richen spielten: Mirjam Meixner, Amelie Becht (im Tor): Nadine Schenk (5), Tamara Schwarz (3), Natalia Arnaut (3), Maria Wagner (2), Margarita Simmel (1), Fabienne Bär (1), Evelyn Becker (1), Jule Söder (1), Anna Weiß (1), Nadine Martin Puente.
Bericht: Martin Appel

