Sonntag, 11. Januar 2026
Herzschlagfinale ohne Happy End
Den Tabellenzweiten am Rande einer Niederlage hatte die Richener Landesligadamen am Sonntagmittag in ihrem Heimspiel gegen die Zweitvertretung des TSV Bönnigheim. Eine starke Leistung in der Offensive mit 31 erzielten Toren reichte am Ende nicht, um in die Punkte zu kommen. Denn die Gäste aus der Ganerberstadt netzten ein Mal mehr ein und nahmen so die beiden Punkte mit nach Hause, wenn auch etwas glücklich.
„In Anbetracht des Spielverlaufes wäre sicherlich auch ein Punkt in Ordnung gewesen“, sagte am Ende der glückliche Gästetrainer Nicolas Oberdieck und hatte damit auch nicht ganz unrecht. Denn mehrfach wechselte die Führung hin und her und in der Schlussphase agierten beide Mannschaften doch sehr fehlerhaft. Letztlich erzielten die Gäste durch einen Tempogegenstoß wenige Sekunden vor Spielende den entscheidenden Treffer, und ließen die Hardwaldhalle damit verstummen. Zuvor hatte Richen in seinem letzten Angriff nach voriger Auszeit und bei einer verbleibenden Spielzeit von 18 Sekunden den Ball und somit die Chance auf den Sieg verloren.
Über die gesamte Spielzeit hinweg waren es zu viele Ballverluste, die verhinderten, dass Richen sich mit mehr als vier Toren absetzen konnte und somit ein einigermaßen beruhigendes Polster aufweisen konnte. Zwar wurde aus dem gebundenen Spiel ansehnlich gespielt und die wieder mal zahlreich erschienen Zuschauer sahen gelungene Ballstafetten, die oftmals auch mit Torerfolgen belohnt wurden, doch in den entscheidenden Situationen fehlte die Abgeklärtheit. Diese hatten die Bönnigheimerinnnen vor allem in Person von der drittligaerfahrenen Lea Meic in ihren Reihen; insgesamt zwölf Tore steuerte die Rückraumspielerin bei. Lediglich ein Mal weniger traf Tamara Schwarz auf Richener Seite in die Maschen und war damit beste Torschützin ihrer Mannschaft. Auch Torfrau Mirjam Meixner setzte immer wieder wichtige Impulse, die sich auch auf Ihre Vorderleute übertrugen. Verhindern konnte dies die neuerliche Niederlage aber auch nicht. Dennoch war die Entwicklung der Mannschaft zu sehen. Nun gilt es weiter an sich zu arbeiten und die gemachten Erfahrungen mitzunehmen, um künftig auch mal die engen Spiele für sich zu entscheiden.
Erst in knapp vier Wochen steht für die Richenerinnen das nächste Spiel an. Dann gastiert der Tabellennachbar und Vorletzte SG Heuchelberg in der Eppinger Schmiedgrundhalle. Anpfiff des Spiels am Sonntag, 08. Februar ist um 16 Uhr.
Für den TB Richen spielten: Mirjam Meixner, Barbara Oßwald (beide im Tor); Tamara Schwarz (11), Nadine Schenk (8), Shirin Hirzel (6), Margarita Simmel (2), Tamara Fischer (1), Sabrina Pretz (1), Jule Söder (1), Maria Wagner (1), Sabrina Appel, Leonie Drießner, Karen Fink, Janina Müller.
Bericht: Martin Appel

